Zu Besuch bei Jürgen H.

Vor einigen Wochen berichteten wir zum Hinspiel-Nachholer der Zweiten und Lok vom Wendeverlierer Jürgen H. Am Sonntag durften wir ihn exklusiv besuchen, als erstes Schreibeteam überhaupt! Anreisen durften wir mit dem Zug, welcher schon vor Abfahrt von einem Buttersäureanschlag heimgesucht wurde – Prädikat ekelhaft.

In Leipzig angekommen wollte uns die Polizei unser Interview versagen! Eine Schande! Pressefreiheit! :D So mussten wir wohl oder übel gleich zum Spiel. Jürgen ich hoffe du wunderst dich nicht darüber, dass wir nicht erschienen sind!

Stimmung und Spiel auf bescheidenem Niveau. 2:1 gewann LOK. Hier noch 2 Schnappschüsse:

Saisonabschluss in Bornheim

Leider ist jetzt Sommerpause, ich kann das noch garnicht so richtig realisieren. 9 Wochen ohne Fussball stehen an, Zeit für ein wenig Urlaub. Aber den treten wir nicht an ohne nach Frankfurt-Bornheim gefahren zu sein.

Los ging es mit dem Bus in aller Frühe, über Chemnitz, Jena, Erfurt, Bad Hersfeld erreichten wir den Gästeparkplatz erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn. Von dort schnelles Gelaufe zum Eingang und siehe da KEINE Kontrollen – ab rein. Nun wollte ich auf meine restlichen Mitstreiter warten, diese kamen dann in Polizeibegleitung. Was vorgefallen war tut nichts zur Sache, allerdings solidarisierte ich mich und blieb ebenfalls draußen. Kurz vor Schluss der ersten Hälfte war der Spuk dann vorbei und wir konnten gemeinsam das Stadion betreten.

Das Stadion sehr oldschool, wird aber gerade umgebaut. Mir hats trotzdem gefallen. Stimmungsmäßig war Dynamo klar tonangebend, auf dem Spielfeld liefs ein wenig holprig. Aber trotzdem konnte Dedic mit einem Traumtor zum 0:1 einnetzen. Der Ausgleich dann etwas unglücklich, aber durchaus verdient.

Nach einem kleinen Platzsturm wurde dann der Weg ohne weitere Probleme bewältigt und man konnte wieder nach Dresden abdüsen, welches man später als erwartet erreichte.

Wie geht es bei uns nun weiter?

Zu allererstmal vielen Dank fürs Lesen unserer Schreibe hier auf der Webseite, wir werden nächste Woche natürlich noch die Zweite mitnehmen. In der Sommerpause wird man nicht so viel von uns hören. Eventuell kommen mal 2-3 Urlaubsbilder oder auch mal ein Bericht, falls irgendwo was ansteht. Ihr werdet rechtzeitig informiert.

FSV Frankfurt -  Dynamo Dresden

FSV Frankfurt -  Dynamo Dresden

FSV Frankfurt -  Dynamo Dresden

Neue Sportarten – heute: Wasserball

Wir schreiben Samstag Abend. Der Samstag vor dem letzten Spiel der Zweitliga-Saison 2011/2012. Wie gerufen kam ein Hinweis aus dem DFF, dass doch heute Abend zum Derby in der zweiten Wasserball Bundesliga geladen wird – die Männer der SG Wasserball Dresden empfangen den SC Chemnitz. Nun wird der geneigte Leser sich bestimmt an den Kopf fassen und auch die Frage in den Raum stellen:”What the fuck?”

Kurz zum drumherum – die SG Wasserball Dresden, ein Zusammenschluss von Wasserballabteilungen des SWV TuR Dresden, USV TU Dresden und D*C, entstand im Jahr 1999. Die erste Herrenmannschaft spielt in der 2. Bundesliga Ost. Des Weiteren gibt es noch weitere Herren- sowie Nachwuchsteams. Die Spiele werden in der Schwimmhalle an der Freiberger Straße ausgetragen. Für Interessierte: http://www.wasserball-dresden.de/

Das Spiel heute Abend fand gegen den Tabellensiebten (2. Liga = 10 Mannschaften) aus Chemnitz statt. Dabei galt es für die Dresdner ihren 3. Platz zu festigen. Spitzenreiter ist übrigens eine Mannschaft aus Prag. Zum Spiel kann ich recht wenig sagen, da es heute mein erstes Wasserballmatch war. Nach 4×8 Minuten Spielzeit stand es am Ende 15:8 für die schwarz-gelben Wasserballer aus der Landeshauptstadt. Dies wurde von den anwesend 80-100 Zuschauern, darunter eine kleine Fantruppe mit 2 Trommeln, gebührend gefeiert. Die Sportart Wasserball ist echt beeindruckend, da sie viel Kraft, Koordination und Ausdauer erfordert. Aber auch sehenswerte Aktionen fehlen nicht. Es wird in jeden Fall nicht mein letztes Spiel bei der SGW gewesen sein. Achtung Sparfüchse – der Eintritt zu den Spielen ist kostenfrei ;-) Bleibt feucht!

David Hubacek

An einem Donnerstag kommen einem doch die kühnsten Ideen. So las ich, dass Slavia am Abend gegen den FC Hradec Králové spielt. Karre klar gemacht, Mitstreiter gesucht und ab ging die Post. Halb vier rollte der Wagen in DD-Nord los. Erster Zwischenstopp Liebenau – den letzten Triebi eingesackt und ab ging es ins Honzaland. Vignette geholt, Kippen gekauft und Bier gefasst. Weiter ging es über die E55 Richtung Prag, alles sehr reibungslos bis, allerdings dann schon in Prag, der Stau anfing. Na Klasse! Die Ankunftszeit war eh schon knapp berechnet und so wurde aus 18:06 Uhr natürlich 18:40 Uhr Ankunft. Was solls, ab zum Kartenfräulein, welche sogar mein durchaus gutes Englisch verstand. Thank you, Missy!

Was hörten unsere Ohren allerdings? Einen Torschrei… Sinnlos! Egal, rein die Synot Tip Arena und erstmal Klobasa und Pivo geholt. Eine Auswertung findet ihr ganz unten. Die Plätze auf der Haupttribüne waren gut und der Aufstieg zu diesen ziemlich steil, aber das sind wir ja gewöhnt. ;) Neben mir dann ein Slavia-Opa, der gefühlte 3 Bewegungen im ganzen Spiel gemacht hat. Es stand wie gesagt schon 1:0 für den Hausherren und der Blick schweifte in die Fanblöcke. Auf Seiten Slavias ca. 350 Motivierte, welche auch gut für Stimmung sorgten. Zaunfahnen war eine ganze zu erkennen, welche am Rand hing und den mächtigen Titel “Fans of Alcohol” trug. Ansonsten feierten sie ihren Helden – David Hubacek. Was dieser für Verdienste hat kann ich leider nicht beantworten, da ich eher der England-Spezi bin.

Die Gegenseite hinter einer Ultras-Fahne und mehreren anderen kleinen. Zahlenmäßig ca. 50-60 Mann sorgten für gute Stimmung in ihrem Sektor. Ich nehme es vor weg, für eine 5:0-Klatsche beim Tabellennachbarn war das sehr beachtlich!
Zurück zum Spiel, die Prager klar besser und Králové sah überhaupt keinen Stich. Folglich erzielte Slavia das 2:0 nach groben Stellungsfehler der Abwehr. So ging es weiter, denn nur eine Minute später der nächste Riesenpatzer beim Passspiel und Meister Skoda (ja, der heisst echt so) lupfte den Ball in Messi-Manier über den verdutzten Torwart ins Netz. “Dieser Rasen ist gemäht”, würde Bely Rethy jetzt sagen. Nun war aber erstmal Halbzeit. Diese wurde genutzt um etwas rumzugriebeln und die Tschechoslowakischen Mädchen zu inspizieren. Bier gabs natürlich auch noch.

Dann teilte sich die Gruppe. Ich und Kollege M. bezogen wieder unsere Plätze, die anderen beiden gingen noch etwas griebeln und kamen sogar ohne Probleme in den VIP-Bereich, ohne davon selbst zu wissen. Solche Geschichten schreibt nur das Leben. Wir mussten unterdessen zu sehen wie das Spiel vom Schiedsrichter genutzt wurde, um sich selbst zu profilieren. Aber vorher gab es noch einen richtig dicken Gewitterguss, allerdings wurde trotz 30 Minuten heftigen Regens weiter gespielt. Aber nun zum Schiedsrichter.

Man stelle sich vor:
- Slavia hat Ecke
- der Ball kommt hoch in den Strafraum
- Slavia-Stürmer und Abwehrmann stehen ca. einen halben Meter auseinander
- Stürmer setzt zum Fallrückzieher an und der Abwehrmensch bleibt ohne Reaktion stehen
- Stürmer fällt auf Rücken (völlig normal beim Fallrückzieher), Abwehrmann immernoch nen halben Meter weg
- Schiedsrichter gibt Elfmeter

Bei allem Respekt vorm Heimpublikum, aber da konnte ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen. So eine jämmerliche Fehlentscheidung hab ich live noch nie gesehen. Wie dem auch sei, es ging so weiter. Fehlentscheidung über Fehlentscheidung – kein Wunder, dass ein Bekannter von mir von mafiösen Zuständen in der Gambrinus Liga spricht. Meine Qualen gingen weiter. Das 5:0, gleichzeitig der Endstand, wurde dann per Kullerball erzielt. Der Ball rollte echt mit ca. 5 km/h am Torwart vorbei und ging ins Netz… Ich wollte sterben. Was war das denn? Sportlich konnte man das Ganze echt mit der deutschen 3. oder 4. Liga vergleichen. Die Stimmung flachte dann ab bei Slavia, verstanden hab ich das nicht, egal. Bei Králové ging aber die Post ab und man feierte sich selber – richtig so! Das Gewitter verzog sich und das Spiel endete. Slavia und ihre Fans dann mächtig am feiern, sah sehr geil aus. Und auch besagter David Hubacek wurde wieder gefeiert als ob es keinen Morgen gäbe.

Nach dieser Feierei dann raus und von kritischen Äuglein gemustert worden. Wir hielten allerdings die Fresse und verzogen uns ins Einkaufscenter. Mit ein paar Staros für den Heimweg im Gepäck ging es dann zum Auto und ab ging es wieder Richtung Dresden. Dank des Barney’schen Navis fanden wir auch sehr schnell zurück auf die Autobahn. Nach etwas längerem Halt in Liebenau war man gegen 0:15 Uhr zurück in der Landeshauptstadt. Ab ins Neste! Gudd machen!

Stiftung Klobasa-Test:

Qualität:
- nicht gegrillt
- Geschmack sehr fad
- Brot war aber lecker!

Preis:
- 55 Kronen, ziemlich teuer

Fazit:
- In der Synot Tip Arena besser keine Fettwurst mampfen!

Bilder folgen noch!!

Ganz St. Pauli war dabei…

Am letzten Aprilsonntag stellte sich nun der angebliche Kultverein aus Hamburg im RHS vor. Zusammen mit ca 2000 Gästen reisten die Fischköppe an und stellten sogar 2 Sonderzüge. Dementsprechend viel Miliz war natürlich auf dem Plan. So fuhr man im Bereich Hauptbahnhof sogar mit 3 (!!) Wasserwerfern vor. Hohle Kunden! Die selbsternannten Zecken wurden dann in Shuttlebuse verladen und ab gings zum Stadion. Passiert ist nix, wie immer quasi.

Im Stadion angekommen die Zeit bis zum Anpfiff gegammelt und geschwitzt, ganz schön warm. War man so garnicht mehr gewöhnt. Aber was solls! Die Stimmung eigentlich ganz gut auf Seite des K-Blocks. Die Hamburger mit allerhand Antifa-Fähnchen – Nakischweine und so. Was das soll wissen sie wahrscheinlich selber nicht. Wir möchten uns hiermit einem Spruchband anschließen – “Alertanetwork seit 2007 – Wir gratulieren zu 5 Jahren ‘Fussball intressiert uns nicht’!”.
Gesanglich auch nicht wirklich top, lag wohl an der Unterstützung der Dresdner Neustadt. Der Fussball war nicht sonderlich ansehenswert, zwar kämpften unsere Jungs, erarbeiteten sich aber keine größeren Chancen. Pauli war da schon gefährlicher, aber die Latte oder Benny hatten was dagegen.

Halbzeit 2 ging bis auf das 1:0 genauso weiter. Kochi frei vorm Paulikeeper und nickt ein – stark! Ekastase im Stadion und Pauli ab diesem Moment sehr ruhig. Nach Schlusspfiff dann noch schöne Feierei mit der Mannschaft und den Fans. Sehr geil! Der Tag endete dann wie so oft beim Ming.